Brandenburg plant 24-Stunden-Supermärkte ohne Personal für bessere Versorgung im ländlichen Raum
Nurten HarloffBrandenburg plant 24-Stunden-Supermärkte ohne Personal für bessere Versorgung im ländlichen Raum
Die brandenburgische Koalitionsregierung hat sich auf eine Aktualisierung der Landesladenschlussgesetze geeinigt. Die Änderungen würden vollautomatisierte, personalfreie Supermärkte rund um die Uhr ermöglichen. Diese sogenannten Smart Stores könnten bald 24 Stunden am Tag geöffnet haben – selbst an Sonn- und Feiertagen.
Der Vorschlag folgt einem Aufruf des Landtages, der die Regierung bereits bis Ende März vergangenen Jahres aufgefordert hatte, entsprechende Gesetzesänderungen auszuarbeiten. Nun soll vor allem der Zugang zu Lebensmitteln verbessert werden, insbesondere in ländlichen Regionen, wo traditionelle Geschäfte vor Herausforderungen stehen. Sozialminister René Wilke (SPD) unterstützt die Pläne und argumentiert, sie würden die lokale Versorgung sichern und faire Lebensbedingungen in ganz Brandenburg fördern.
Die Novelle muss jedoch noch im Landtag beraten werden, bevor sie in Kraft treten kann. Bei einer Zustimmung würde sie einen Wandel gegenüber den aktuellen Regelungen bedeuten, die personalfreie, vollautomatisierte Läden bisher nicht explizit regeln. Bisherige Recherchen ergaben, dass es auf Bundesebene keine Vorgaben für solche Supermärkte gibt – die Länder können die Rahmenbedingungen daher selbst festlegen.
Die neuen Bestimmungen könnten es Smart Stores ermöglichen, durchgehend ohne Personal zu betreiben. Besonders ländliche Gemeinden könnten von dem erleichterten Zugang zu Waren profitieren. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim brandenburgischen Landtag.






