Brandenburgs Hochschulreform beschleunigt Berufungen und baut Bürokratie ab
Nurten HarloffBrandenburgs Hochschulreform beschleunigt Berufungen und baut Bürokratie ab
Die Landesregierung Brandenburgs hat ein neues Hochschulgesetz verabschiedet, um Prozesse an den Universitäten zu beschleunigen. Die Reformen sollen Bürokratie abbauen, die Immatrikulation von Studierenden vereinfachen und die Berufung von Professoren beschleunigen. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist der Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) zu einem führenden europäischen Zentrum für Digitalwissenschaften.
Der Gesetzentwurf der Landesregierung zielt darauf ab, die Universitäten Brandenburgs bei der Berufung von Professoren zu den schnellsten in Deutschland zu machen. Bisher dauert ein solches Verfahren zwischen 12 und 24 Monate – künftig soll es auf nur noch 6 bis 12 Monate verkürzt werden.
Die Änderungen übergeben den Hochschulen zudem die dauerhafte Entscheidungshoheit über Berufungen und Beförderungen von Professoren. Damit wird eine Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen dem Land, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung umgesetzt. Die Stiftung, deren Vorsitzender der SAP-Mitgründer Hasso Plattner ist, plant den Bau eines neuen Universitätscampus in Potsdam sowie die Erweiterung des HPI.
Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, begrüßte die Reformen als große Chance. Von dem neuen Hochschulgesetz sind alle Landesuniversitäten in Brandenburg betroffen, das auch die Zulassung von Studierenden vereinfacht.
Das Gesetz soll die Effizienz steigern und Spitzenkräfte aus der Wissenschaft anziehen. Die Hochschulen behalten langfristig die Kontrolle über zentrale Entscheidungen, während das HPI seinem Ziel näherkommt, Europas führendes Zentrum für Digitalwissenschaften zu werden. Der Staat erwartet durch die beschleunigten Abläufe und eine stärkere Forschungsleistung positive Effekte.






