Brandenburgs Koalition verliert dramatisch an Rückhalt – AfD auf Rekordhoch
Vadim BlochBrandenburgs Koalition verliert dramatisch an Rückhalt – AfD auf Rekordhoch
Zustimmung für Brandenburgs SPD-CDU-Koalition bricht nach fast 100 Tagen deutlich ein
Eine aktuelle Umfrage zeigt wachsende Unzufriedenheit mit der Arbeit und der politischen Ausrichtung der Landesregierung. Auch die Unterstützung für die regierenden Parteien ist in der jüngsten Sonntagsfrage gesunken.
Die AfD erreicht mit 37 Prozent ihren höchsten je in Brandenburg gemessenen Wert. Die SPD käme demnach auf 22 Prozent, die CDU würde auf 12 Prozent fallen, wenn jetzt gewählt würde.
Die Linke legte drei Punkte zu und läge bei 12 Prozent, die Grünen stiegen leicht auf 6 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) verlöre hingegen drei Punkte und käme nur noch auf 4 Prozent – und damit unter die für den Einzug in den Landtag notwendige Fünf-Prozent-Hürde.
Eine Mehrheit von 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger spricht sich dafür aus, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bis zur nächsten Landtagswahl 2029 im Amt bleibt. Doch mit seiner Arbeit sind nur noch 46 Prozent zufrieden (Dezember 2025: 48 Prozent). Insgesamt 62 Prozent der Brandenburger sind unzufrieden mit der Koalitionsregierung – genauso viele zweifeln daran, dass sie in der Bildungspolitik Fortschritte erzielen wird.
Die Umfrage spiegelt die aktuelle Stimmung wider, sagt jedoch nichts über künftige Wahlergebnisse aus. Sie zeigt aber, dass die Koalition in einer schwierigen Phase steckt, geprägt von niedrigen Zustimmungswerten. Sollten sich der Aufstieg der AfD und der Fall des BSW unter die Fünf-Prozent-Marke fortsetzen, könnte sich die politische Landschaft im Land grundlegend verändern.
