Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Vadim BlochBrandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Schülerzahlen und massivem Lehrermangel
Brandenburg steht vor dem schlimmsten Lehrkräftemangel aller Zeiten – just in dem Moment, in dem die Schülerzahlen Rekordhöhen erreichen. Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU), der das Amt erst vor kurzem übernommen hat, warnt, dass Schulen im kommenden Jahr den vorgeschriebenen Lehrplan möglicherweise nicht vollständig abdecken können. Die Krise ist das Ergebnis jahrelanger Personalnot und jüngster Haushaltskürzungen, durch die zahlreiche Lehrerstellen gestrichen wurden.
Schon zu Beginn des aktuellen Schuljahres fehlten im Land Lehrkräfte. Im zweiten Halbjahr mussten die verbliebenen Lehrkräfte wöchentlich eine zusätzliche Stunde unterrichten, um die Lücken zu schließen. Nun verschärft der Haushalt 2025 die Situation weiter: 345 Vollzeitstellen wurden gestrichen – ein schwerer Rückschlag für die Schulen.
Hoffmann, der in diesem Jahr seinen SPD-Vorgänger im Amt ablöste, übernimmt die Verantwortung in einer Phase, in der Brandenburg sich auf den höchsten Schülerandrang seiner Geschichte im nächsten Schuljahr vorbereitet. Trotz der Herausforderungen kündigte er Reformen an, die vor allem die Lese- und Rechenkompetenz der Schüler verbessern sollen.
Aus dem Schuljahr 2022/2023 liegen keine klaren Aufzeichnungen darüber vor, wie viele Stellen unbesetzt blieben oder welche Schulen am stärksten betroffen waren. Doch eines ist sicher: Noch nie war die Lage so angespannt. Mit weniger Lehrkräften und mehr Schülern als je zuvor blicken Brandenburgs Schulen einem ungewissen Jahr entgegen. Hoffmann räumte ein, dass eine vollständige Umsetzung des Lehrplans nicht garantiert werden könne. Die Kürzungen und der steigende Bedarf werden die Schulen zwingen, ihre ohnehin knappen Ressourcen noch weiter auszureizen.






