29 June 2026, 18:54

Bundespolizei bangt um Ausfall ihrer Körperkameras ab 2023

Bahnhofssicherheit - Bundespolizei droht Mangel an Bodycams

Bundespolizei bangt um Ausfall ihrer Körperkameras ab 2023

Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras

Die Körperkameras der deutschen Bundespolizei könnten bald nicht mehr funktionieren. Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung für die bestehenden Modelle einzustellen – eine Entwicklung, die im kommenden Jahr zu Engpässen bei der Ausrüstung führen könnte. Nun drängen die Behörden das Bundesinnenministerium, schnell einzugreifen.

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Auslöser der Krise ist eine gescheiterte Ausschreibung für neue Körperkameras. Zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus ließen das Verfahren scheitern. Ursprünglich waren fünf Millionen Euro für 2.500 neue Geräte vorgesehen, mit einer Option auf weitere 1.500 Stück.

Behördenvertreter hoffen nun, dass der aktuelle Lieferant die Unterstützung zumindest vorübergehend verlängert – notfalls gegen Aufpreis. Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), warnte, dass Beamte 2023 ohne funktionierende Kameras dastehen könnten. Die Geräte haben sich bewährt, um Konflikte zu entschärfen und Beweismaterial in Strafverfahren zu sichern.

Einige Modelle lassen sich zudem nahtlos mit den Tasern der Bundespolizei kombinieren. Ohne Lösung riskiert die Behörde jedoch, ein zentrales Instrument für die Sicherheit in Bahnhöfen und anderen öffentlichen Bereichen zu verlieren.

Die Bundespolizei steht vor einer möglichen Versorgungslücke bei Körperkameras ab dem nächsten Jahr. Eine zügige Entscheidung des Innenministeriums ist nötig, um Ersatzgeräte zu beschaffen oder die bestehende Unterstützung zu verlängern. Ohne Handeln könnten Beamte den Zugang zu einer Ausrüstung verlieren, die sowohl die Sicherheit als auch die Transparenz im Einsatz fördert.

Quelle