CDU-Politiker Bommert tritt nach Wehrmachtsvideo-Vorfall zurück
Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Brandenburg, ist als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Landtages zurückgetreten. Der Schritt folgt massiver Kritik, nachdem er ein Video geteilt hatte, das restaurierte Wehrmachtsmotorräder – Militärfahrzeuge des nationalsozialistischen Deutschlands – zeigte. Der Clip wurde zwar schnell gelöscht, doch die Folgen des Vorfalls weiten sich weiter aus.
Die Kontroverse begann, als Bommert ein Video veröffentlichte, in dem Uniformierte auf historischen Wehrmachtsmotorrädern zu sehen waren. Die Aufnahmen lösten sofortige Empörung aus, woraufhin er sie kurz darauf wieder entfernte. Zunächst lehnte er eine Stellungnahme ab, doch der Druck wuchs, als die öffentliche und politische Kritik zunahm.
Steeven Bretz, Fraktionschef der CDU, distanzierte sich öffentlich von dem Inhalt. Er bezeichnete das Video als inakzeptabel und kündigte an, den Vorfall intern aufzuarbeiten. Zudem gab Bretz bekannt, dass er mit Bommert ein direktes Gespräch führen werde.
Für Bommert ist dies nicht der erste Eklat. Bereits Anfang dieses Jahres hatte er Kritik auf sich gezogen, nachdem er in einem WhatsApp-Status seine "Lieblingspolitiker" erwähnt hatte. Der aktuelle Vorfall hatte jedoch konkrete Konsequenzen zur Folge: eine Rüge der CDU und seinen Rücktritt aus dem Wirtschaftsausschuss.
Die Affäre fügt sich in eine Reihe aktueller Spannungen innerhalb der deutschen Politik ein. Jüngste Kontroversen, wie die von Friedrich Merz 2026 geäußerte Forderung nach "Rückführungen", haben die Koalitionsstreitigkeiten verschärft und das Vertrauen der Bevölkerung weiter untergraben. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Ipsos vom Januar 2026 ergab, dass nur 17 Prozent der Befragten Merz für glaubwürdig halten – ein Indiz für die allgemeine Unzufriedenheit mit der politischen Führung.
Bommerts Rücktritt und die interne Prüfung durch die CDU zeigen, wie die Partei auf die Kritik reagiert. Der Vorfall hat die Debatte über die historische Verantwortung und den Umgang mit Symbolen des NS-Regimes neu entfacht. Die Union hat deutlich gemacht, dass solche Inhalte in ihren Reihen nicht geduldet werden.






