21 March 2026, 06:26

DDR-Symbole: Vom Müllcontainer zur Museumsvitrine in Berlin

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, mit eingravierter Schrift, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Entsorgung von GDR-Staatssymbolen' - DDR-Symbole: Vom Müllcontainer zur Museumsvitrine in Berlin

Eine neue Ausstellung in Berlin verfolgt den ungewöhnlichen Weg der entsorgten Staatsymbolik der DDR. Nach dem Untergang der Deutschen Demokratischen Republik verschwanden Flaggen, Embleme und Orden aus dem öffentlichen Raum – nur um später in Müllcontainern, auf Flohmärkten und in privaten Sammlungen wiederaufzutauchen. Das DDR-Museum in Berlin-Mitte widmet sich nun ihrem Schicksal mit einer Sonderausstellung unter dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole".

Als die deutsche Wiedervereinigung 1990 vollzogen wurde, verschwanden die Symbole der untergegangenen DDR rasant aus dem offiziellen Gebrauch. Viele landeten im Sperrmüll oder wurden auf Flohmärkten für wenig Geld verkauft. Mit der Zeit begannen Sammler und Institutionen, diese Stücke zu bewahren – aus verstreuten Überresten wurden geordnete Archive.

Die Ausstellung des DDR-Museums zeigt, wie Privatpersonen und Museen Flaggen, Auszeichnungen und andere Abzeichen zusammentrugen. Manche wurden vor der Deponie gerettet, andere wechselten über Kleinanzeigen und Online-Plattformen den Besitzer. Noch heute tauchen Gedenkmedaillen und Münzen aus dem Jahr 1990 auf Portalen wie eBay Kleinanzeigen auf und halten die Sammler-Szene lebendig.

Doch nicht nur private Geschäfte spielten eine Rolle: Auch groß angelegte Initiativen trugen dazu bei. Das eigene Depot des Museums beherbergt mittlerweile rund 360.000 Objekte aus dem DDR-Alltag. Die Schau läuft noch bis Mitte November und bietet einen seltenen Einblick, wie die Symbole einer Nation einst entsorgt – und später wiederentdeckt wurden.

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Die Ausstellung macht deutlich, wie sich der Wert von DDR-Relikten über drei Jahrzehnte wandelte. Was einst als unerwünschter Ballast beiseitegeschoben wurde, ist heute Teil historischer Sammlungen. Besucher können nachvollziehen, wie Gegenstände, die einst mit einem untergegangenen Staat verbunden waren, in Museen und Privatbesitz eine neue Bestimmung fanden.

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