08 April 2026, 08:48

Handgreiflichkeiten im SPD-Kreisverband Mitte: Streit um Listenplätze eskaliert gewaltsam

Plakat für die Berliner Secession mit einer Frau in einem grünen Kleid und einem Mann in einem schwarzen Anzug, mit Text zur Beschreibung des Ereignisses.

Handgreiflichkeiten im SPD-Kreisverband Mitte: Streit um Listenplätze eskaliert gewaltsam

Streit um sichere Listenplätze im SPD-Kreisverband Mitte eskaliert gewaltsam

Am 10. September 2025 kam es im Berliner SPD-Kreisverband Mitte zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung wegen unterschiedlicher Auffassungen über sichere Listenplätze. Beteiligt waren die bildungspolitische Sprecherin Maja Lasic und das Parteimitglied Kazem Radpasand. Augenzeugen berichteten von einer körperlichen Konfrontation vor dem SPD-Landesverband Berlin kurz vor einer geplanten Sitzung.

Der Konflikt entzündete sich, als Lasic Radpasand vor dem Treffen der Funktionsträger zur Rede stellte. Sie war verärgert, dass er sie nicht über ein vorbereitendes Gespräch der Ortsvorsitzenden informiert hatte. Der Streit eskalierte rasant – Lasic soll Radpasand dabei den Arm verdreht haben.

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Später räumte Lasic ein, ihr "mündlicher Umgangston" sei "nicht angemessen" gewesen, bestritt jedoch jede körperliche Aggression oder Drohungen. Radpasand hingegen behauptete, sie habe ihn mit den Worten "Diese Diskussion ist noch lange nicht vorbei – mit dir bin ich noch nicht fertig" bedroht. Beide hatten bereits in der Vergangenheit bei internen SPD-Abstimmungen aneinandergeriet: Lasic setzte sich gegen Radpasand sowohl bei der Kandidatenaufstellung als auch bei einer weiteren Parteiumi durch.

Radpasand wies den Vorwurf zurück, seine öffentlichen Vorwürfe seien auf seine politischen Niederlagen zurückzuführen. Der Vorfall wirft Fragen über die zunehmenden Spannungen im lokalen SPD-Verband auf – insbesondere zu Listenplätzen und interner Transparenz.

Die Auseinandersetzung unterstreicht die anhaltenden Konflikte im SPD-Kreis Mitte um Listenaufstellungen und Entscheidungsprozesse. Beide Seiten liefern widersprüchliche Schilderungen des Geschehens vor den Parteiräumen. Der Verband wird sich nun in den kommenden Sitzungen mit den Folgen des Streits befassen müssen.

Quelle