IHK Halle-Dessau fordert Reformen vor Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt
Nurten HarloffIHK Halle-Dessau fordert Reformen vor Landtagswahlen 2026 in Sachsen-Anhalt
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor den Landtagswahlen 2026 ihre wirtschaftspolitischen Prioritäten für Sachsen-Anhalt vorgelegt. Auf einer kürzlichen Vollversammlung verabschiedeten Wirtschaftsvertreter ein Positionspapier mit zentralen Forderungen an die Landesregierung. Der Vorstoß erfolgt zu einer Zeit, in der die Region mit anhaltender wirtschaftlicher Stagnation kämpft – verursacht durch hohe Kosten und übermäßige Bürokratie.
Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Herausforderungen für Sachsen-Anhalts Wirtschaft, darunter stark gestiegene Energiepreise, hohe Lohnkosten und überbordende Regulierung. IHK-Präsident Sascha Gläßer betonte die Dringlichkeit von Reformen, kritisierte jedoch das Fehlen konkreter Entlastungsmaßnahmen. Ohne praktische Veränderungen, warnte er, werde die Wettbewerbsfähigkeit des Landes weiter sinken.
Das unter dem Titel "Positionspapier für Sachsen-Anhalt 2026" veröffentlichte Dokument umfasst Reformvorschläge für den Arbeitsmarkt, Bildung, Innovation und den Außenhandel. Gefordert werden zudem Bürokratieabbau, eine verbesserte Energiepolitik und der Ausbau der Infrastruktur. Die Vorschläge sollen die wirtschaftliche Debatte vor den anstehenden Landtagswahlen prägen.
Die Delegierten würdigten zudem die laufende Regionalkampagne der IHK, die Sachsen-Anhalt als starken Wirtschaftsstandort bewirbt. Die Initiative stoße auf positive Resonanz, da sie das wirtschaftliche Potenzial des Landes hervorhebe und das Vertrauen von Investoren stärke, hieß es.
Die IHK-Positionen werden nun die Gespräche mit der Landesregierung bis 2026 leiten. Die Wirtschaft erhofft sich, dass die Vorschläge zu spürbaren Reformen führen, die Kosten senken und Bürokratie reduzieren. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Sachsen-Anhalts Wirtschaft wieder an Fahrt aufnimmt – oder in der Stagnation verbleibt.






