19 April 2026, 10:29

Sachsen plant Gehaltserhöhung für Beamte nach Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts in der Bundesrepublik Deutschland, der detaillierte Layouts und Textannotationen zeigt.

Sachsen plant Gehaltserhöhung für Beamte nach Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes

Beamte in Sachsen sollen eine Gehaltserhöhung erhalten, nachdem die regierenden CDU- und SPD-Parteien des Bundeslandes vorgeschlagen haben, die jüngste Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes zu übernehmen. Der Schritt folgt ähnlichen Zusagen aus Mecklenburg-Vorpommern, dem Saarland, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Beide Parteien planen, einen Gesetzentwurf in den Landtag einzubringen, um die Gehälter und Pensionen an das aktuelle Tarifergebnis anzupassen.

Die Vereinbarung sieht eine Lohnerhöhung von 2,8 Prozent vor, mit einer garantierten Mindesterhöhung von 100 Euro, gültig ab dem 1. April 2026. Weitere Steigerungen von 2,0 Prozent und 1,0 Prozent folgen jeweils zum 1. März 2027 und 1. Januar 2028. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes vom Februar systematisch auf die Beamten zu übertragen.

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Henning Homann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, betonte, die Entscheidung solle die Wertschätzung für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst zum Ausdruck bringen und die Modernisierung der Verwaltung unterstützen. Jan Löffler, haushaltspolitischer Sprecher der CDU, bezeichnete das Tarifergebnis als "ausgewogenes Ergebnis" und unterstrich, dass die Übernahme für Beamte "eine Frage der Gerechtigkeit" sei.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Ankündigung der Koalition. Ralf Hron, stellvertretender DGB-Landesvorsitzender in Sachsen, hob die zentrale Rolle der Beamten bei der Aufrechterhaltung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie hervor.

Der geplante Gesetzentwurf soll die Gehälter und Pensionen der Beamten an die aktuelle Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes angleichen. Bei Verabschiedung treten die Änderungen schrittweise in Kraft, beginnend im April 2026. Sachsen schließt sich damit mehreren anderen Bundesländern an, die das Tarifergebnis für ihre Beamten übernehmen.

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