05 April 2026, 02:30

IHK Halle-Dessau stellt dringende Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Ein blaues Plakat mit Text und einem Balkendiagramm, das das Wirtschaftswachstum der USA im 21. Jahrhundert veranschaulicht, wobei jeder Balken ein Jahr darstellt.

IHK Halle-Dessau stellt dringende Forderungen vor Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau hat vor der Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt ihre zentralen Forderungen vorgelegt. Am 25. März 2026 verabschiedete die Organisation ein detailliertes Positionspapier, in dem sie die Prioritäten der regionalen Wirtschaft skizziert. Darin werden Fachkräftemangel, Energiepolitik, Bürokratieabbau und Außenhandel als zentrale Herausforderungen für die Wirtschaft der Region benannt.

Bisher haben sich keine politischen Parteien oder Kandidaten öffentlich zu den Vorschlägen der IHK geäußert. Die Kammer plant nun, diese Themen durch Gespräche mit Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit in die Wahlkampfdebatte zu tragen.

Im Positionspapier benennt die IHK mehrere drängende Probleme. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Fachkräftemangel: Gefordert werden eine bessere Integration vorhandener Arbeitskräfte, eine Stärkung der beruflichen Ausbildung sowie der Abbau von Beschäftigungshürden. Zudem pocht die Kammer auf Leistungsanforderungen an erwerbsfähige Personen.

In der Energiepolitik verlangt die IHK eine stabile und bezahlbare Versorgung sowie Technologieoffenheit. Besonders betont wird der Erhalt industrieller Standorte, darunter das Kraftwerk Schkopau. Weitere Prioritäten sind der Ausbau der Energieinfrastruktur, die vorantreibende Wasserstoffstrategie ohne technologische Einschränkungen sowie die Ermöglichung von CO₂-Abscheidung und -Speicherung.

Auch bei der Infrastruktur sieht die IHK Handlungsbedarf. Gefordert werden beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren, langfristige Finanzierungssicherheit sowie die Bewältigung des Investitionsstaus in Verkehr, digitale Netze und Versorgungsinfrastruktur. Zudem plädiert die Kammer für eine systematische Überprüfung von Verwaltungsaufgaben, um Bürokratie abzubauen und Gesetze zu vereinfachen.

Für Unternehmen fordert die IHK maßgeschneiderte Förderprogramme, insbesondere für kleine und mittlere Betriebe. Sie setzt sich für eine engere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Wirtschaft ein, um Innovationen zu fördern. Im Außenhandel verlangt die IHK aktive Unterstützung beim Markteintritt in neue Absatzmärkte sowie ein Bekenntnis zu Freihandel, Diplomatie und Offenheit.

Als nächsten Schritt will die IHK mit Parteien, Kandidaten und Wählern in Dialog treten, um sicherzustellen, dass wirtschaftliche Themen die Wahlkampfdebatte prägen.

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Stand April 2026 liegen noch keine Reaktionen der sachsen-anhaltischen Parteien auf die IHK-Forderungen vor. Die Kammer wird weiterhin auf Veränderungen in der Fachkräftepolitik, Energiesicherheit, Infrastruktur und Bürokratieabbau drängen – Maßnahmen, die sie als entscheidend für die Stärkung des Standortes und das Wirtschaftswachstum der Region ansieht.

Quelle