Kai Wegner entschuldigt sich für Berliner Stromausfall-Krisenmanagement
Romuald SchweitzerKai Wegner entschuldigt sich für Berliner Stromausfall-Krisenmanagement
Berlin regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich im Abgeordnetenhaus für sein Krisenmanagement während des mehrtägigen Stromausfalls Anfang Januar entschuldigt. Der CDU-Politiker nahm vor den Abgeordneten Stellung, nachdem er für seine Reaktionen während des Vorfalls scharf kritisiert worden war, der tausende Haushalte tagelang ohne Strom zurückließ.
Der Stromausfall begann am ersten Morgen, als Wegner zu Hause war und um 8:07 Uhr eine erste Nachricht vom Innensenator erhielt. Er blieb den Großteil des Tages dort – abgesehen von einer kurzen Sportpause. Um 12:07 Uhr informierte ihn der Wirtschaftssenator, dass der Zeitplan für die Stromwiederherstellung weiterhin unklar sei.
Um 12:45 Uhr sprach Wegner direkt mit dem Wirtschaftssenator über die anhaltende Stromsperre. Am Nachmittag veröffentlichte Stromnetz Berlin eine Mitteilung, in der gewarnt wurde, der Blackout könnte bis Donnerstag andauern. Trotz dieser düsteren Prognose koordinierte der Bürgermeister die Maßnahmen mit mehreren Behörden und Organisationen und trug so dazu bei, dass der Strom bereits eineinhalb Tage früher als befürchtet wiederhergestellt werden konnte.
Wegner hatte sich bereits am vorherigen Dienstag in der B.Z. öffentlich entschuldigt. Dennoch unterbrach er während der Ostministerpräsidentenkonferenz seine Teilnahme, um sich im Abgeordnetenhaus den Fragen der Abgeordneten zu stellen. Dort verteidigte er sein Handeln und betonte, seinen Pflichten während der Krise in vollem Umfang nachgekommen zu sein.
Die Entschuldigung des Bürgermeisters erfolgte vor dem Hintergrund von Fragen zu seiner Erreichbarkeit in den ersten Stunden des Stromausfalls. Zwar beharrte er darauf, angemessen reagiert zu haben, doch der Vorfall hat eine Debatte über die Notfallpläne Berlins ausgelöst. Zwar konnte der Strom früher als erwartet wiederhergestellt werden, doch das Ereignis wirft weiterhin Fragen zum Krisenmanagement der Stadt auf.






