21 March 2026, 02:30

KNDS plant 20-Milliarden-IPO und setzt auf europäische Rüstungsnachfrage

Plakat mit blauem Hintergrund und weißer Schrift, die besagt "Mehr als 16 Milliarden US-Dollar in neue Offshore-Wind-Investitionen unter Präsident Biden".

KNDS plant 20-Milliarden-IPO und setzt auf europäische Rüstungsnachfrage

Rüstungskonzern KNDS bereitet einen der größten Börsengänge Europas der letzten Jahre vor

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Das Unternehmen, das 2021 aus der Fusion von Krauss-Maffei Wegmann und Nexter hervorging, strebt bei seinem für 2026 geplanten Börsengang eine Bewertung von 20 Milliarden Euro an. Angesichts steigender Militäretats in ganz Europa zeigen Anleger großes Interesse an Rüstungsunternehmen.

KNDS hat seine Pläne für den Börsengang im Jahr 2026 bestätigt – trotz Verzögerungen bei Schlüsselfprojekten wie dem Main Ground Combat System (MGCS), dessen Einführung nun erst für 2045 vorgesehen ist. Der Börsengang bleibt auf Kurs, wobei das Unternehmen eine Bewertung anstrebt, die zu den größten Rüstungs-IPOs Europas der letzten Jahre zählen würde.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro bei einem Auftragsbestand von 23,5 Milliarden Euro. Um die weltweit stark gestiegene Nachfrage zu bedienen, plant KNDS, seine Produktionskapazitäten in den kommenden Jahren zu verdoppeln oder sogar zu verdreifachen.

Die Marktbedingungen für Börsengänge in der Rüstungsbranche sind günstig: Die jüngsten Debüts von Vincorion und CSG verliefen erfolgreich und spiegeln die starke Nachfrage der Anleger wider. Gleichzeitig hat Deutschland die Regeln für Rüstungsexporte bis September 2026 vorübergehend gelockert – ein Schritt, der KNDS den Weg für seine Expansion ebnen könnte.

Anders als der bereits börsennotierte Konkurrent Rheinmetall – dessen Aktienkurs 2025 um 149 Prozent stieg – liegt für KNDS keine aktuelle Marktkapitalisierung vor, da das Unternehmen seit seiner Gründung in Privatbesitz bleibt.

Der geplante Börsengang von KNDS fällt in eine Phase steigender europäischer Rüstungsausgaben und wachsender Investorenzuversicht in den Sektor. Mit dem Ziel einer Bewertung von 20 Milliarden Euro und einem soliden Auftragsbuch ist das Unternehmen gut positioniert, um seine Expansion voranzutreiben. Produktionssteigerungen und eine unterstützende Exportpolitik könnten seinen Markteintritt zusätzlich stärken.

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