22 March 2026, 22:30

LEG Immobilien trotzt Leerverkäufern – doch der Druck bleibt

Schwarze und weiße architektonische Zeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als erstes Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Strukturplänen und Text.

LEG Immobilien trotzt Leerverkäufern – doch der Druck bleibt

LEG Immobilien SE unter Druck: Kurzverkäufer setzen auf fallende Aktienkurse

Die LEG Immobilien SE, einer der größten deutschen Anbieter von Wohnimmobilien, gerät zunehmend in den Fokus von Leerverkäufern. Diese Investoren wetten auf sinkende Aktienkurse des Unternehmens und verstärken damit den ohnehin schon bestehenden Druck auf den Immobiliensektor. Dennoch zeigt das Unternehmen im Vergleich zu einigen Mitbewerbern Anzeichen von Widerstandsfähigkeit.

Die jüngste Welle an Leerverkäufen hat LEG ins Rampenlicht gerückt. Nach den Transparenzregeln der BaFin müssen große Leerverkaufspositionen ab bestimmten Schwellenwerten offengelegt werden. Zwar sind die Aktien des Unternehmens gesunken – am 17. März 2026 notierten sie bei 61,45 Euro, ein Rückgang von 8 % im Vergleich zum Vorjahr –, doch halten sie sich besser als die Papiere von Konkurrenten wie Aroundtown und TAG Immobilien, die stärkere Verluste verzeichneten.

Die jüngsten Finanzkennzahlen von LEG geben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Das Unternehmen verzeichnete für 2025 einen bereinigten Cashflow aus operativer Tätigkeit (AFFO) von 220,5 Millionen Euro und erhöhte die Dividende auf 2,92 Euro pro Aktie. Zudem bestätigte es seine Prognose für 2026, was die Anlegerstimmung stabilisierte. Analysten sehen im Schnitt ein Kursziel von 85,59 Euro, wobei einige Schätzungen sogar bis zu 116 Euro reichen.

Die Konzentration des Unternehmens auf stabile Mietmärkte, insbesondere im Ruhrgebiet, hat es vor größeren Schwankungen geschützt. Die Auslastungsquoten bleiben stabil, auch wenn die Spielräume für deutliche Mietsteigerungen begrenzt sind. Gleichzeitig liegt die Bewertung von LEG unter dem Branchendurchschnitt, was Wertinvestoren anzieht. Deutsche Pensionsfonds, die erhebliche Anteile an LEG halten, beobachten gespannt, wie sich das Unternehmen gegen die Angriffe der Leerverkäufer behauptet.

Analysten achten zudem auf die Loan-to-Value-Ratio (LTV) von LEG, eine Schlüsselkennziffer, die im gesamten Immobiliensektor unter Druck steht. Steigende Zinsen und regulatorische Hürden belasten die Branche weiterhin. Einige Marktbeobachter deuten die hohe Leerverkäufer-Präsenz jedoch als mögliches Indiz für eine Trendwende, da LEG in der Vergangenheit sein Portfolio erfolgreich an veränderte Marktbedingungen angepasst hat.

Dass LEG Immobilien sich trotz des Leerverkäufer-Drucks besser als manche Konkurrenten schlägt, unterstreicht seine relative Stabilität. Mit einer bestätigten Dividendenerhöhung und beibehaltener Prognose meistert das Unternehmen die branchenweiten Herausforderungen bisher besser als viele andere. Investoren werden nun genau verfolgen, ob diese Widerstandsfähigkeit auch in einem sich wandelnden Marktumfeld Bestand hat.

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