Leroy Sané: Warum seine WM-Nominierung die Fußballnation spaltet
Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft sorgt seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul für hitzige Diskussionen. Kritiker werfen ihm vor, seine Leistungen in der Türkei hätten nachgelassen, und stellen seine WM-Tauglichkeit infrage. Dennoch bleibt der Flügelstürmer eine der umstrittensten Figuren im deutschen Fußball.
Die Debatte um Sané verschärfte sich, als Nationaltrainer Julian Nagelsmann ihn in den WM-Kader berief. Selbst sein Siegtreffer im Testspiel gegen die USA brachte seine Gegner kaum zum Schweigen. Einige Kritiker verwiesen weiterhin auf seine Schwächen – selbst nach dem deutlichen 7:1-Sieg Deutschlands gegen Curaçao.
Ex-Kapitän İlkay Gündoğan warnte, die ständige Kritik könne Sanés Selbstvertrauen schaden. Unbestritten sind jedoch seine Verdienste in der WM-Qualifikation: Er traf zweimal und bereitete ein Tor im entscheidenden Spiel gegen die Slowakei vor, das die Teilnahme am Turnier sicherte.
Kapitän Joshua Kimmich und Nagelsmann verteidigten Sané öffentlich. Sie lobten seine Laufbereitschaft und defensiven Leistungen, doch die Diskussionen reißen nicht ab. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dagegen Spieler wie Nadiem Amiri oder Jamal Musiala, deren Rolle seltener hinterfragt wird.
Nagelsmanns Entscheidung, Sané in den WM-Kader zu nehmen, hält die Debatte am Leben. Zwar glänzte der Flügelstürmer in der Vergangenheit oft für die Nationalmannschaft, doch seine aktuelle Vereinsform spaltet weiterhin die Meinungen. Seine Zukunft im DFB-Team wird wohl von seinen nächsten Auftritten abhängen.
