Mainzer Marktfrühstück am Schillerplatz: Neuer Standort, alte Konflikte
Vadim BlochMainzer Marktfrühstück am Schillerplatz: Neuer Standort, alte Konflikte
Mainzer "Marktfrühstück" startet an neuem Standort – doch die Kritik bleibt
Am 21. März 2023 hat das beliebte Mainzer Marktfrühstück, ein wöchentliches Marktfrühstück, am Schillerplatz seine Pforten geöffnet. Die Veranstaltung findet jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr statt und erstreckt sich vom Frühling bis in den späten Herbst. Doch der Umzug hat bei Anwohnern und Gewerbetreibenden gleichermaßen Bedenken ausgelöst.
Der Wechsel zum Schillerplatz erfolgte, nachdem der bisherige Standort am Leichhof die wachsenden Besucherzahlen nicht mehr bewältigen konnte. Trotz des Bedarfs an mehr Platz stieß die Entscheidung von Anfang an auf Widerstand. Lokale Händler wie Agnese De Covre vom Eiscafé De Covre kritisierten, dass es vor der Verlegung keine Absprache mit den Betroffenen gegeben habe.
Anwohner äußerten Sorgen über frühmorgendlichen Lärm und Alkoholkonsum während der Veranstaltung. Oberbürgermeister Nino Haase räumte die Bedenken ein, betonte jedoch, dass gewisse Beeinträchtigungen in einer lebendigen Stadt unvermeidbar seien. Gleichzeitig äußerte er Zweifel, ob der Schillerplatz der ideale Standort sei.
Der ursprüngliche Starttermin musste aufgrund von Protesten verschoben werden, und weitere Störungen sind nicht ausgeschlossen. Die Stadtverwaltung versprach, die Probleme ernst zu nehmen und die Veranstaltung unter Einbeziehung des Feedbacks der Anwohner zu steuern.
Vorerst bleibt das Marktfrühstück am Schillerplatz – jeden Samstag bis Oktober oder November. Zwar will die Stadt die Entwicklung weiter beobachten, doch die Spannungen zwischen Veranstaltern, Anwohnern und Gewerbetreibenden könnten bestehen bleiben. Der Erfolg des Events wird davon abhängen, ob es gelingt, seine Beliebtheit mit den Interessen der Betroffenen in Einklang zu bringen.






