08 April 2026, 02:27

Nils von der Kall führt die Zeit durch die Medienkrise mit Rekord-Abos und klarer Strategie

Altes vergilbtes Zeitungsblatt mit der Schlagzeile "O Correio da Media" in schwarzer Tinte, der Mittelpunkt des Bildes.

Nils von der Kall führt die Zeit durch die Medienkrise mit Rekord-Abos und klarer Strategie

Nils von der Kall übernahm im Februar 2023 die Geschäftsführung der Zeit und löste damit den langjährigen Verleger Rainer Esser ab. Nun steht er vor der Herausforderung, die Mediengruppe durch eine Phase tiefgreifender Branchenveränderungen zu steuern – ohne dabei ihre finanzielle und redaktionelle Stärke zu gefährden.

Von der Kall, der über jahrelange Erfahrung im Verlagswesen verfügt, bezeichnete seine neue Position als "etwas grundlegend anderes" im Vergleich zu seinen bisherigen Tätigkeiten. Unter seiner Führung verzeichnet die Zeit bereits eine Rekordzahl an Abonnements – ein Lichtblick inmitten der anhaltenden Branchenkrise.

Der schwache Werbemarkt belastet zwar die wirtschaftliche Performance des Unternehmens. Dennoch setzt von der Kall auf eine langfristige Strategie, um die Zukunft der Zeit über das Jahr 2030 hinaus zu sichern. In den kommenden Wochen plant er eine umfassende Überprüfung aller zentralen Geschäftsbereiche, um deren Ausrichtung zu bewerten.

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Über die eigene Organisation hinaus beobachtet von der Kall eine wachsende Übereinstimmung unter Verlegern: Immer mehr erkennen die Notwendigkeit tiefgreifender struktureller Veränderungen, um den Qualitätsjournalismus zu bewahren. Seine Einschätzung deckt sich mit branchenweiten Sorgen, wie sie etwa in Initiativen wie turi2 sichtbar werden – einem Fachmedium des Verlags Oberauer, das diese Transformationen begleitet.

Die ersten Monate von der Kalls als CEO brachten sowohl rekordhohes Abonnentenwachstum als auch einen klaren strategischen Kurs. Seine anstehende Analyse der Geschäftsbereiche wird den weiteren Weg der Zeit in einem unsicheren Medienumfeld prägen. Wie gut es dem Verlag gelingt, sich anzupassen, wird seinen Platz in der sich wandelnden Medienlandschaft entscheiden.

Quelle