Petershausen schafft die Wende: Stadtwerke erwarten erstmals Überschuss bei Wasser und Abwasser
Vadim BlochPetershausen schafft die Wende: Stadtwerke erwarten erstmals Überschuss bei Wasser und Abwasser
Stadtwerke Petershausen melden Wende bei Wasser- und Abwasserwirtschaft
Die Stadtwerke Petershausen (EGP) haben eine finanzielle Trendwende bei ihren Wasser- und Abwasserdienstleistungen bekannt gegeben. Nach Jahren mit Defiziten wird für 2026 erstmals wieder ein Überschuss erwartet. Möglich wurde diese Verbesserung durch eine Gebührenerhöhung, die zu Jahresbeginn in Kraft trat.
Der prognostizierte Überschuss speist sich aus höheren Einnahmen in zwei zentralen Bereichen: Die Trinkwasserversorgung soll 110.000 Euro einbringen, die Abwasserentsorgung 250.700 Euro. Die Steigerung geht auf angepasste Gebühren zurück, die bewusst moderat gehalten wurden, um die bisherigen Fehlbeträge auszugleichen.
Gesetzlich sind Wasser- und Abwasserbetriebe verpflichtet, langfristig kostendeckend zu arbeiten. Die neuen Gebühren helfen, die in den vergangenen vier Jahren angehäuften Defizite abzubauen. Dennoch werden nicht alle geplanten Modernisierungen sofort umgesetzt: Viele notwendige, aber kostspielige Projekte wurden auf 2027 verschoben – was die schwarze Null für 2026 zusätzlich sichert.
Während die genauen Gebührenanpassungen in Petershausen nicht öffentlich gemacht wurden, zeigt der bundesweite Trend in Kommunen eine stetige jährliche Erhöhung. Steigerungen zwischen 3 und 7 Prozent sind mittlerweile üblich – bedingt durch Inflation, marode Infrastruktur und strengere EU-Wasservorschriften. Lokale Entscheidungen, wie sie etwa in den Petershausener Gemeinderatssitzungen 2022 und 2024 gefallen sind, prägen diese Anpassungen maßgeblich.
Der Überschuss markiert einen Wendepunkt für die Petershausener Stadtwerke nach Jahren der finanziellen Belastung. Höhere Gebühren und verschobene Investitionen haben den Druck verringert und sorgen für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Die Entwicklungen spiegeln dabei einen bundesweiten Trend wider: Steigende Kosten und regulatorische Anforderungen prägen zunehmend die kommunale Wasserwirtschaft in Deutschland.






