20 April 2026, 14:36

Rheinische Post wird zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs – doch was bedeutet das für die Vielfalt?

Schwarze Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung", die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Tracht in einer feierlichen Atmosphäre zeigt.

Rheinische Post wird zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs – doch was bedeutet das für die Vielfalt?

Die Rheinische Post wird zur größten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Dies folgt nach der geplanten Übernahme mehrerer westfälischer Zeitungen, die Anfang März angekündigt wurde. Der Deal spiegelt einen wachsenden Trend zur Medienkonzentration in Deutschland wider.

Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, westfälische Zeitungen samt ihrer Digitalplattformen zu übernehmen. Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, würde sich das Blatt als auflagenstärkster Tageszeitungsverlag der Region etablieren.

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Das Bundeskartellamt prüft den Deal – allerdings ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Im Fokus stehen Leserzahlen und Werbemärkte. Eine Untersuchung der Auswirkungen auf die journalistische Vielfalt oder die Meinungsbreite für die Leserschaft findet jedoch nicht statt.

Die Übernahme passt in eine branchenweite Entwicklung: Immer mehr Medienhäuser schmieden sich zu größeren Konzernen zusammen und verändern so die deutsche Zeitungslandschaft. Durch die Übernahme der westfälischen Titel erweitert die Rheinische Post ihre Präsenz in ganz Nordrhein-Westfalen. Sobald der Deal besiegelt ist, wird sich die Medienmacht weiter in den Händen weniger Großverlage bündeln. Die Aufsichtsbehörden bewerten lediglich die wettbewerbsrechtlichen Folgen – nicht jedoch die Auswirkungen auf die inhaltliche Bandbreite.

Quelle