"Schluss damit!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe
Romuald SchweitzerDemonstration in Hamburg gegen sexualisierte Gewalt - "Schluss damit!": Hamburg protestiert gegen sexualisierte Gewalt und digitale Übergriffe
Große Demonstration gegen sexualisierte Gewalt findet diesen Donnerstag in Hamburg statt
Unter dem Motto "Schluss damit!" wird in Hamburg an diesem Donnerstag eine große Protestkundgebung gegen sexualisierte Gewalt stattfinden. Die Demonstrant:innen fordern strengere rechtliche Schutzmaßnahmen für Betroffene. Die Aktion folgt auf hochkarätige Vorwürfe, die in Deutschland die öffentliche Debatte über digitalen Missbrauch neu entfacht haben.
Die Kundgebung beginnt um 17:30 Uhr am Rathausmarkt. Die SPD-Politikerin Annika Urbanski führt die Veranstaltung an, unterstützt von prominenten Persönlichkeiten wie der Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Ihre Forderung ist eindeutig: tatsächliche Konsequenzen für Täter:innen und bessere Schutzmechanismen für die Opfer.
Der Protest steht im Kontext monatelanger Kontroversen, ausgelöst durch die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes. Anfang 2026 warf sie ihrem Ex-Partner, dem Schauspieler Christian Ulmen, vor, mithilfe von Deepfake-Bildern und gefälschten Online-Profilen sexuelle Chats geführt zu haben. Bis zum 20. März bezeichneten Medien wie die WELT den Fall als "ein Albtraum zwischenmenschlichen Missbrauchs" und kritisierten die veralteten deutschen Gesetze zu Identitätsbetrug und KI-generierten Inhalten.
Kritiker:innen verweisen auf Spaniens strengere Regelungen als Vorbild für eine Reform. Die Debatte hat an Fahrt aufgenommen, da Berichte über sexualisierte Gewalt in verschiedenen Medien weiter zunehmen. Die Organisator:innen drängen nun die Politik, rechtliche Lücken zu schließen und Täter:innen zur Verantwortung zu ziehen.
Ziel der Demonstration ist es, umgehende Veränderungen in der deutschen Handhabung digitaler und sexualisierter Gewalt zu erwirken. Angesichts des wachsenden öffentlichen Drucks könnte die Veranstaltung die anstehenden Diskussionen über Gesetzesreformen beeinflussen. Betroffene und Aktivist:innen fordern von der Politik Taten – und keine leeren Worte.






