Schweitzer kämpft um SPD-Führung bei knapper Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Romuald SchweitzerSchweitzer: SPD soll lenken, nicht nur mitfahren - Schweitzer kämpft um SPD-Führung bei knapper Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
Der Wahlkampf zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bleibt bis zum Wahltag knapp. SPD-Spitzenkandidat Alexander Schweitzer hielt seine letzte Wahlkampfveranstaltung – unterstützt von den ehemaligen Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Kurt Beck und Rudolf Scharping. Aktuelle Umfragen sehen die CDU leicht vorn, doch Schweitzer zeigt sich siegessicher.
Wiederholt betonte er, er strebe die Führung der nächsten Regierung an und nicht nur eine Beteiligung. Mit einem maritimen Vergleich bezeichnete er seine Rolle als die eines Kapitäns, nicht die eines Matrosen. Diese Haltung spiegelt die lange Dominanz der SPD in der Region wider – ununterbrochen seit 1991.
Frühere Wahlen waren oft knapp: 1991 gewann die SPD mit 8,4 Prozentpunkten Vorsprung, doch 2006 war das Rennen mit nur 2,2 Punkten und einem Sitz Unterschied extrem eng. Daraus resultierte eine SPD-FDP-Grünen-Koalition.
Obwohl Schweitzer eine Große Koalition mit der CDU nicht ausschließt, stellt er klar, dass er nicht in einem CDU-geführten Kabinett mitwirken würde. Angesichts der engen Umfragewerte könnte eine solche Partnerschaft dennoch nötig werden – doch sein Ziel bleibt die Spitzenposition.
Das Wahlergebnis wird entscheiden, ob die SPD ihre 33-jährige Regierungszeit verlängert. Ein knapper Ausgang könnte zähe Verhandlungen erzwingen, doch Schweitzers Position ist eindeutig: Er will regieren, nicht nur mitregieren. Die letzte Entscheidung liegt nun bei den Wählerinnen und Wählern.






