Thyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importdruck belasten den Konzern
Ivanka BlümelThyssenkrupp-Aktie stürzt auf Rekordtief – Ölpreise und Importdruck belasten den Konzern
Thyssenkrupp-Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro
Der Aktienkurs des Industriekonzerns Thyssenkrupp ist auf ein neues 52-Wochen-Tief von 7,46 Euro gefallen – ein Rückgang von fast 44 Prozent seit dem Höchststand im Oktober. Der Konzern kämpft nun mit steigenden Kosten und einer nachlassenden Nachfrage, während die Ölpreise auf über 100 Dollar pro Barrel klettern.
Die Probleme des Unternehmens verschärfen sich durch den jüngsten Anstieg der Ölpreise im Zuge des Iran-Konflikts. Die Nordsee-Ölsorte Brent notiert bei etwa 113 Dollar pro Barrel, während der OPEC-Ölpreis auf 143 Dollar gestiegen ist – Werte, wie sie zuletzt nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 zu beobachten waren. Im Vergleich zu Ende Februar 2026 liegen die Preise damit etwa 34 bis 50 Prozent höher, was die Produktionskosten von Thyssenkrupp weiter in die Höhe treibt.
Gleichzeitig müssen die französischen Standorte des Konzerns mit Kürzungen rechnen, da billige Importe den Markt überschwemmen. Zudem haben die Aktien des Unternehmens in den letzten 30 Tagen etwa 31 Prozent verloren, was die Sorgen der Anleger zusätzlich schürt.
Als Reaktion auf die Energiekrise bereitet die Bundesregierung ein Entlastungspaket für die Spritpreise vor. Zudem sollen staatliche Ölreserven freigegeben werden, um die Marktspannungen zu mildern. Bundeskanzler Friedrich Merz hat unterdessen Zweifel am gesetzlich festgelegten Kohleausstieg bis 2038 geäußert und damit mögliche politische Kurswechsel angedeutet.
Analysten warnen, dass die Thyssenkrupp-Aktie weiter unter Druck bleiben werde, sofern die Ölpreise nicht sinken und sich die Importbelastung nicht verringert.
Thyssenkrupp steht damit vor einem drastischen Wertverfall seiner Aktie, Produktionskürzungen und steigenden Kosten durch die Rekordölpreise. Ohne Entlastung an den Energiemärkten oder im Handel droht die finanzielle Belastung des Konzerns in den kommenden Monaten anzudauern.






