10 May 2026, 10:25

Tomahawk-Streichung: Deutschland sucht dringend Alternativen für Europas Abschreckung

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer grün-weißen runden Rakete, die seitlich in einem Metallrahmen montiert ist.

Tomahawk-Streichung: Deutschland sucht dringend Alternativen für Europas Abschreckung

Deutschlands Verteidigungspolitiker drängen auf rasches Handeln nach Streichung der Tomahawk-Stationierung

Nach der Absage der geplanten Stationierung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk fordern führende Verteidigungspolitiker in Deutschland zügige Lösungen. Der Schritt folgt der Kehrtwende von US-Präsident Donald Trump, der die ursprüngliche Zusage zurückgenommen hatte – und damit eine mögliche Lücke in Europas Abschreckungsstrategie hinterlässt. Abgeordnete aus der Unionsfraktion und der SPD rufen nun Verteidigungsminister Boris Pistorius auf, schnellstmöglich Alternativen zu beschaffen.

Die Tomahawks sollten als Übergangslösung dienen, während Europa an eigenen präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen arbeitet. Mit der nun verworfenen Planung wachsen die Sorgen vor einem „Abschreckungsvakuum“. Sowohl CSU als auch SPD betonen die Dringlichkeit, die Fähigkeiten der Bundeswehr zügig auszubauen.

Forderungen nach beschleunigter Aufrüstung und Kooperationen Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, verlangt einen „Aktionsplan 2029“, um Deutschlands Abschreckungspotenzial zu stärken. Zudem regt er an, innovative Marschflugkörper-Lösungen deutscher Rüstungsunternehmen zu prüfen. Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, schlägt unterdessen eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Ukraine bei der Raketenentwicklung vor.

Möller plädiert zudem für einen raschen Ausbau der europäischen Raketenproduktion und verweist auf bestehende technologische und industrielle Stärken auf dem Kontinent. Union und SPD sind sich einig: Verzögerungen bei der Modernisierung des Bundeswehr-Arsenals seien nicht länger hinnehmbar.

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Neubewertung der Sicherheitsstrategie nötig Die Absage der Tomahawk-Stationierung zwingt Deutschland, seine Verteidigungspolitik neu zu justieren. Der Fokus der Politiker liegt nun auf der Beschleunigung der heimischen und europäischen Raketenproduktion. Experten warnen: Ohne schnelle Maßnahmen könnte die Abschreckungslücke NATO-Partner verwundbar machen.

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