Verbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte fluten weiterhin Online-Shops
Nurten HarloffVerbraucherschützer entlarven: Gefährliche Produkte fluten weiterhin Online-Shops
Verbraucherschützer warnen vor unsicheren Produkten auf großen Online-Plattformen
Die deutsche Verbraucherzentrale schlägt Alarm: Trotz massenhafter Löschungen gelangen weiterhin gefährliche Artikel über große Online-Shopping-Portale an Kunden. Eine aktuelle Untersuchung des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) zeigt, dass unsichere oder verbotene Waren trotz Millionen von Sperrungen immer wieder durch die Kontrollen rutschen.
Allein im November 2025 entfernten die fünf größten deutschen Online-Marktplätze fast 70 Millionen Produktangebote – davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft. Der vzbv analysierte die EU-Datenbank gelöschter Artikel, stellte jedoch fest, dass Plattformen ihre Angebote unzureichend mit den Eintragungen abgleichen.
Die Verbraucherschützer kritisieren, dass lückenhafte Prüfverfahren gefährliche Waren weiterhin im Umlauf lassen. Als Konsequenz fordert der vzbv schärfere Maßnahmen: Unsichere Produkte müssten von vornherein blockiert werden, bevor sie überhaupt in den Online-Shops auftauchen.
Die Ergebnisse unterstreichen, dass trotz der großangelegten Löschaktionen weiterhin Risiken für Käufer bestehen. Angesichts von 30 Millionen beanstandeten Angeboten in nur einem Monat pocht der vzbv auf wirksamere präventive Kontrollen. Die Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aufsichtsbehörden unter Druck geraten, den Online-Handel strenger zu regulieren.






