19 March 2026, 16:41

Boryszew Kunststofftechnik schließt deutsche Standorte – 400 Jobs in Gefahr

Eine detaillierte Linienzeichnung eines industriellen Fabrikinneren mit einer zentralen großen Maschine, umgeben von verschiedenen Maschinen, Rohren, einer Tür, einem Wagen, einem Tisch, einem Stuhl, einer Tafel mit der Aufschrift "American Foundry Equipment Co, Indiana", Fenstern und Deckenlampen.

Kein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik schließt deutsche Standorte – 400 Jobs in Gefahr

Boryszew Kunststofftechnik, ein wichtiger Zulieferer von Fahrzeuginnenraumkomponenten, wird bis Ende des Jahres seine deutschen Standorte schließen. Das zum polnischen Boryszew-Konzern gehörende Unternehmen scheiterte trotz monatelanger Verhandlungen daran, einen langfristigen Investor zu gewinnen. Damit sind nun über 400 Arbeitsplätze an zwei Standorten gefährdet.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der angeschlagene Zulieferer hatte im März 2025 Insolvenz angemeldet. Am Standort Gardelegen sind 330 Mitarbeiter beschäftigt, in Idar-Oberstein arbeiten weitere 100 Menschen. Beide Werke stellen Innenraumteile her, zu deren wichtigsten Abnehmern die Volkswagen Gruppe zählt.

Wie der Insolvenzverwalter Silvio Höfer bestätigte, reichen die bestehenden Aufträge nicht über Dezember hinaus. Bereits im Mai 2023 hatte er mitgeteilt, dass intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt würden. Doch die Verhandlungen scheiterten letztlich an den anhaltenden Schwierigkeiten der deutschen Automobilbranche.

Die Belegschaften beider Standorte wurden in dieser Woche über die Schließung informiert. Die Produktion läuft bis Jahresende weiter, alle Arbeitsplätze bleiben bis dahin erhalten.

Mit der Schließung endet die Geschichte eines der größten Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt. Die Beschäftigten bleiben zwar bis Dezember angestellt, doch mit dem vollständigen Produktionsstopp gibt es keine Perspektive mehr für das Unternehmen. Da es nicht gelang, Investoren zu gewinnen, bleiben keine weiteren Überlebensoptionen.

Quelle