30 March 2026, 16:38

Radfahrer drohen höhere Bußgelder: Was sich 2026 für den Verkehr ändert

Eine Gruppe von Menschen mit Helmen fährt auf Fahrrädern eine Straße entlang neben einem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild, mit Gebäuden, Polen, Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Radfahrer drohen höhere Bußgelder: Was sich 2026 für den Verkehr ändert

Radfahrer in Deutschland müssen künftig mit strengeren Strafen für Rasen und andere Verkehrsverstöße rechnen. Eine aktuelle parlamentarische Anfrage zeigt, dass die Bußgelder in den vergangenen fünf Jahren deutlich angehoben wurden. Zudem wurden die Regeln präzisiert, wann Radler hintereinander fahren müssen, um den Verkehrsfluss nicht zu behindern.

Die Geldstrafen für Verstöße im Radverkehr sind seit 2021 spürbar gestiegen. Wer zu schnell fährt, zahlt nun zwischen 25 und 70 Euro – zuvor lagen die Bußgelder bei 20 bis 35 Euro. Das Fahren ohne Beleuchtung kostet statt 20 bis 30 Euro nun 30 bis 60 Euro, und das Missachten roter Ampeln wird mit 100 bis 150 Euro bestraft (bisher: 60 bis 100 Euro). Diese Verschärfungen gehen auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Dennis Haustein vom Februar 2026 zurück.

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Radfahrer müssen sich an Tempolimits halten – etwa in 30er-Zonen oder Bereichen, in denen nur Schrittgeschwindigkeit erlaubt ist. Zu schnelles Fahren verkürzt die Reaktionszeit und gefährdet damit sowohl die Radler selbst als auch andere Verkehrsteilnehmer. Die Polizei kann die Geschwindigkeit mit üblichen Messgeräten kontrollieren, doch die Identifizierung von Verstößen gestaltet sich ohne Kennzeichen schwierig – mit Ausnahme von S-Pedelecs, die zugelassen werden müssen.

Zwar dürfen Radfahrer grundsätzlich nebeneinander fahren, doch auf engen Straßen oder bei starkem Verkehr müssen sie hintereinander wechseln, um Behinderungen zu vermeiden. Die Polizei konzentriert sich vor allem auf schwere Verstöße wie Falschfahren oder das Überfahren roter Ampeln. Die Strafen für Rasen wurden nun an die für Autofahrer angeglichen.

Die überarbeiteten Bußgelder und Regeln sollen die Verkehrssicherheit für Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer erhöhen. Da die meisten Fahrräder keine Kennzeichen tragen, bleibt die Kontrolle durch Polizeikontrollen der entscheidende Hebel. Die Änderungen spiegeln die zunehmende Aufmerksamkeit wider, die dem Verhalten von Radfahrern in Deutschland entgegengebracht wird.

Quelle