19 March 2026, 14:42

Rostocks Archäologiemuseum: Kostenexplosion zwingt zu radikaler Standortsuche

Ein großer Museumsraum mit verschiedenen Artefakten, darunter eine Statue auf einem Sockel, Absperrbahnen, Textbanner, Säulen und Kronleuchter, sowie einige Besucher.

Neue Variante für Archäologisches Landesmuseum in Diskussion - Rostocks Archäologiemuseum: Kostenexplosion zwingt zu radikaler Standortsuche

Die Pläne für das neue Landesarchäologische Museum Rostock stehen vor erheblichen Änderungen, da die Kosten explodieren. Das ursprüngliche Budget von 45 Millionen Euro ist inzwischen auf 85 Millionen Euro angestiegen – und die Summe klettert weiter. Da Mecklenburg-Vorpommern derzeit über kein eigenes Landesarchäologiemuseum verfügt, prüfen die Verantwortlichen nun günstigere Alternativen zum geplanten Standort am Wasser.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Eine neu in Betracht gezogene Option ist die Societät Maritim, ein denkmalgeschütztes Gebäude am Rande der Rostocker Innenstadt. Das einstige Maritime Museum der Stadt wurde lange vernachlässigt, doch nun wird das Potenzial des historischen Baus als moderner Museumsstandort neu bewertet.

Die Societät Maritim war zuvor als möglicher Standort verworfen worden, da das Gebäude in schlechtem Zustand ist. Die unter Denkmalschutz stehende Immobilie benötigt umfangreiche Sanierungen, doch die steigenden Kosten für den ursprünglichen Hafenstandort zwingen zu einer Neubeurteilung. Finanzminister Heiko Geue betont, dass ein Landesarchäologiemuseum kulturell Priorität habe – die Suche nach einer kostengünstigen Lösung wird damit dringender denn je.

Die Stadt schlägt zudem vor, das benachbarte Gelände des Rosengartens in das Projekt einzubeziehen. Diese Idee wird nun im Rahmen der weiteren Planungen zur Umnutzung des Areals geprüft. Die Landesbehörden beraten mit Denkmalschutzexperten, ob die Societät Maritim realistisch zu einem zeitgemäßen Museum umgebaut werden kann.

Obwohl noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist, zeigt die Abkehr vom Wasserstandort die wachsenden finanziellen Zwänge. Die Regierung muss nun abwägen, ob die Ersparnisse durch einen alternativen Standort die hohen Sanierungskosten des historischen Gebäudes aufwiegen können.

Falls genehmigt, könnte die Societät Maritim eine kostengünstigere Lösung für das Museum bieten als der ursprüngliche Hafenplan. Die zentrale Lage des Gebäudes und seine bestehende kulturelle Prägung könnten zudem für den Standort sprechen. Bis dahin prüfen die Verantwortlichen weiterhin Machbarkeit und Finanzierung, um das Projekt Realität werden zu lassen.

Quelle