Steinmeier würdigt Muslime zum Ramadan-Ende als Bereicherung für Deutschland
Nurten HarloffSteinmeier: "Ramadan gehört zum religiösen Leben unseres Landes" - Steinmeier würdigt Muslime zum Ramadan-Ende als Bereicherung für Deutschland
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Muslime in ganz Deutschland herzliche Grüße zum Abschluss des Ramadan übermittelt. In seiner Botschaft betonte er die wachsende Bedeutung islamischer Traditionen in der deutschen Gesellschaft und würdigte die Leistungen muslimischer Gemeinschaften. Das Fest sei längst zu einem vertrauten Bestandteil der religiösen Landschaft des Landes geworden, so Steinmeier.
Am Donnerstagabend endet in Deutschland der Ramadan 2023 – und damit ein Monat des Fastens für Millionen Gläubige. Schätzungen zufolge halten zwischen 60 und 70 Prozent der hier lebenden Muslime das Fasten ein, auch wenn genaue Zahlen schwer zu ermitteln sind. Laut der Deutschen Islamkonferenz (DIK) gibt es rund 4,125 Millionen sunnitische Muslime im Land, was etwa 4,9 Prozent der Bevölkerung entspricht. Andere Erhebungen aus dem Jahr 2023 nennen etwa 3,2 Millionen bekennende Muslime (3,8 Prozent). Ältere Daten von 2019 hatten noch eine Spanne zwischen 5,3 und 5,6 Millionen Menschen mit muslimischem Migrationshintergrund angegeben.
Steinmeier hob besonders die Großzügigkeit muslimischer Gläubiger hervor und bezeichnete ihr langjähriges Engagement in Wohltätigkeit und Gemeinschaftsarbeit als "ein Geschenk für die Gesellschaft insgesamt". Gleichzeitig lobte er die Offenheit vieler muslimischer Gruppen, die etwa durch Moscheen und Familien, die Nachbarn zu Ramadan-Feiern einladen, den Austausch fördern. Solche Gesten stärkten die Verbindungen zwischen Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen und Herkunft, so der Bundespräsident.
Zwar räumte Steinmeier ein, dass globale Spannungen Herausforderungen mit sich brächten, doch betonte er, der Ramadan biete auch Momente der Einheit. Das Fest sei eine Zeit, in der Familien und Freunde zusammenkämen und so die Verbundenheit – sowohl innerhalb der muslimischen Gemeinschaften als auch darüber hinaus – gestärkt werde.
Dass der Ramadan zunehmend fester Bestandteil des deutschen Alltags wird, unterstreichen auch Steinmeiers Worte. Mit Millionen Teilnehmenden an Fastenritualen und Gemeinschaftsveranstaltungen prägt das Fest mittlerweile sichtbar das kulturelle und religiöse Gefüge des Landes. Die Anerkennung muslimischer Beiträge durch den Bundespräsidenten spiegelt deren wachsenden Einfluss in der Gesellschaft wider.






