29 June 2026, 20:36

VBU warnt vor dramatischen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Arbeitgeber und Beschäftigte

Minijob-Reform: Baden-Württembergischer Unternehmensverband fordert Stopp

VBU warnt vor dramatischen Folgen der geplanten Minijob-Reform für Arbeitgeber und Beschäftigte

Der Verband Badischer Unternehmen und Organisationen (VBU) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Pläne zur Reform des Minijob-Systems in Deutschland zu verwerfen. Die Organisation warnt, dass solche Änderungen schwerwiegende Folgen für Arbeitnehmer und Unternehmen gleichermaßen haben könnten.

Der VBU argumentiert, dass eine Abschaffung oder starke Einschränkung von Minijobs wie eine versteckte Steuer- und Abgaben-Erhöhung wirken würde. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber müssten dadurch höhere Kosten tragen.

Laut dem Verband wären vor allem Studierende, Rentner, Teilzeit-Eltern, Pflegekräfte und Personen mit Nebenjobs betroffen. Diese Gruppen sind auf Minijobs als flexible Einnahmequelle angewiesen.

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Der VBU betont zudem, dass Minijobs in vielen Branchen eine entscheidende Rolle spielen. Handwerksbetriebe, mittelständische Unternehmen, der Einzelhandel, die Gastronomie, Dienstleister und soziale Einrichtungen sind auf sie angewiesen, um saisonale Spitzenzeiten und kurzfristigen Personalmangel zu bewältigen. Eine Streichung der Minijobs könnte den bestehenden Fachkräftemangel verschärfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen schwächen.

Aktuell leisten Minijobs bereits durch pauschale Abgaben erhebliche Beiträge zur Sozialversicherung. Der Verband weist darauf hin, dass noch keine endgültige Entscheidung über die Reform getroffen wurde.

Statt die Änderungen voranzutreiben, fordert der VBU die Regierung auf, Bürokratie abzubauen und Unternehmen stärker zu unterstützen. Der Appell des Verbands erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussionen über die Minijob-Reform noch nicht abgeschlossen sind. Ohne Anpassungen der aktuellen Vorschläge könnten Unternehmen und besonders schutzbedürftige Arbeitnehmer in finanzielle Bedrängnis geraten. Der VBU setzt sich weiterhin für Alternativen ein, die administrative Hürden verringern, anstatt neue Beschränkungen einzuführen.

Quelle