19 March 2026, 18:30

"Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Piste in den Gemeinderat von Schönau

Plakat zum Bazar Nürnberg Winter Sport in Berlin, Deutschland, das eine Person auf Skiern mit Bäumen im Hintergrund und Text zum Event zeigt.

Rente: Ski-Legende Hilde Gerg geht in die Politik - "Wilde Hilde" Gerg wechselt von der Piste in den Gemeinderat von Schönau

Hilde Gerg, ehemalige Olympiasiegerin und Legende des alpinen Skisports, ist in den Gemeinderat von Schönau am Königsee gewählt worden. Die 55-Jährige, die einst wegen ihres furchtlosen Fahrstils den Spitznamen Wilde Hilde trug, zog bei der Kommunalwahl am 8. März als erste Nachrückerin für die CSU in den Rat ein.

Ihre politische Laufbahn knüpft an eine erfolgreiche Sportkarriere an, die 59 Weltcup-Podestplatzierungen und mehrere Weltmeistertitel umfasste.

Gergs Einstieg in die Kommunalpolitik ergab sich, nachdem der ursprünglich platzierte Kandidat Franz Graßl auf sein Mandat verzichtet hatte. Sie setzte sich gegen eine höher platzierte CSU-Kandidatin durch, da sie mehr Direktstimmen erhielt. Damit beginnt ihre erste Amtszeit im Gemeinderat von Schönau am Königsee, doch nicht ihr erstes Engagement in der Kommunalpolitik.

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Schon vor dieser Wahl war sie von 2014 bis 2020 Gemeinderätin in Garmisch-Partenkirchen. 2020 übernahm sie das Amt der stellvertretenden Landrätin für die Region Garmisch-Partenkirchen. Zudem war sie CSU-Kreisvorsitzende und Mitglied der Frauen-Union.

Auf der Piste gehörte Gerg zu den dominierenden Athletinnen des alpinen Skisports. 1998 gewann sie Olympiagold im Slalom, bei Weltmeisterschaften holte sie eine Gold- und drei Bronzemedaillen. Im Weltcup feierte sie 20 Siege und stand insgesamt 59 Mal auf dem Podest – ein Beweis für ihre Vielseitigkeit und ihr Tempo.

Nach dem Ende ihrer aktiven Karriere wechselte sie in die Sportverwaltung, bevor sie sich schließlich der Politik zuwandte. Ihre Wahl setzt eine lange Tradition öffentlichen Engagements fort, die bereits Jahre vor ihrem jüngsten Gemeinderatsposten begann.

Gerg vereint nun ihre neue politische Laufbahn mit ihrem Erbe als eine der größten Skifahrerinnen Deutschlands. Ihr Mandat in Schönau am Königsee ist der vorläufige Höhepunkt jahrelanger Erfahrung in der Kommunalpolitik und in der Parteiarbeit. Der Schritt unterstreicht ihr anhaltendes Engagement für das öffentliche Leben jenseits des Wettkampfsports.

Quelle