Apothekenreform: vdek warnt vor steigenden GKV-Kosten durch mehr Apotheker-Freiheiten
Apothekenreform: vdek warnt vor steigenden GKV-Kosten durch mehr Apotheker-Freiheiten
Der Verband der Ersatzkassen (vdek) hat sich ambivalent zum Entwurf des Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) geäußert. Zwar befürwortet er mehrere strukturelle Reformen, warnt jedoch, dass zentrale Änderungen – wie erweiterte Substitutionsregeln und mehr Entscheidungsfreiheit für Apotheker – die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) in die Höhe treiben könnten. Der Gesetzentwurf sieht zwar auch finanzielle Anpassungen für Notdienste vor, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Finanzierung und langfristigen Effizienz bestehen.
Der vdek unterstützt Teile der Reform, darunter höhere Zuschüsse für Nacht- und Notdienste. Bisher erhalten Apotheken 550 Euro pro vollständiger Notdienstschicht sowie 8,35 Euro pro Rezept – eine Vergütung, die seit 2017 unverändert blieb. Der neue Entwurf führt nun Zuschüsse für Teilnotdienste ein und ermöglicht flexiblere Standorteröffnungen von Filialen. Der Verband pocht jedoch darauf, dass diese Mehrausgaben aus den rund 540 Millionen Euro ungenutzten Rücklagen des Pharmadienstleistungsfonds (pDL) finanziert werden sollten.
Zustimmung findet beim vdek auch das geplante Modell der Selbstverwaltung bei der Vergütungsverhandlung. Gleichzeitig betont der Verband, dass klarere Regeln nötig seien, um eine übermäßige Ausgabensteigerung in der GKV zu verhindern. Kategorisch lehnt der vdek jedoch gesetzlich verbindliche Definitionen für pDL-Maßnahmen ab, da dies die Selbstregulierung im Gesundheitswesen untergraben würde.
Kritik übt der Verband vor allem an zwei zentralen Punkten: der Abschaffung rückwirkender Nullpreis-Anpassungen und der erweiterten Entscheidungsfreiheit von Apothekern bei der Arzneimittelauswahl. Die Streichung der rückwirkenden Korrekturen, so der vdek, werde die Kostenkontrolle und Rabattvereinbarungen mit Herstellern erschweren. Die ausgeweiteten Substitutionsregeln hingegen bergen aus Sicht des Verbandes finanzielle Risiken und könnten die GKV-Ausgaben weiter steigern. Zudem warnt der vdek, dass mehr Spielraum für Apotheken, lagermäßige Medikamente statt kostengünstiger Alternativen abzugeben, die Effizienz untergräbt und bestehende Rahmenverträge aushebelt.
Um diese Probleme zu lösen, fordert der vdek die Auflösung des pDL-Fonds. Die Umwidmung seiner Rücklagen würde die Notdienstfinanzierung sichern, ohne das System mit neuen Belastungen zu konfrontieren.
Unklar bleibt, wie sich die Reform langfristig auf Kosten und Versorgungsqualität auswirken wird. Sollte das Gesetz in Kraft treten, erhalten Apotheken zwar mehr Flexibilität bei der Arzneimittelversorgung und Notdiensten – allerdings möglicherweise auf Kosten der GKV. Der vdek drängt weiterhin auf Nachbesserungen, insbesondere bei den Finanzierungsmechanismen und Substitutionsregeln, bevor die Neuregelungen greifen.
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