Thalia Theater inszeniert symbolischen "Prozess gegen Deutschland" über AfD-Verbot
Regisseur Milo Rau stellt die AfD im Theater vor Gericht - Thalia Theater inszeniert symbolischen "Prozess gegen Deutschland" über AfD-Verbot
Die diesjährigen Hamburger Lessing-Tage enden mit einer mutigen und umstrittenen Veranstaltung: Ein dreitägiger "Prozess gegen Deutschland" im Thalia Theater wird erörtern, ob die rechtsextreme AfD verboten werden sollte. Die Produktion markiert die erste Inszenierung des Schweizer Regisseurs Milo Rau in Deutschland und verspricht eine Mischung aus realer Debatte und theatralischer Aufführung.
Das von Matthias Lilienthal in diesem Jahr kuratierte Festival ist seit langem eine Plattform für politisch aufgeladene Werke. 2010 vom damaligen Thalia-Intendanten Joachim Lux gegründet, setzt es weiterhin auf provokantes und gesellschaftlich engagiertes Theater, das Grenzen überschreitet.
Der "Prozess gegen Deutschland" wird vom 15. bis 17. November als lebendiges, immersives Ereignis stattfinden. Die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin leitet die Verhandlungen und verleiht der theatralischen Untersuchung juristisches Gewicht. Das Publikum im Theater wie auch online – per Livestream – wird die Argumente für und gegen ein Verbot der AfD mitverfolgen.
Milo Rau ist bekannt für seinen postdramatischen Ansatz, der dokumentarischen Realismus mit Performance verbindet. Seine früheren Projekte wie "Das Kongo-Tribunal" (2015) inszenierten bürgergeführte Anhörungen zu Gräueltaten in der Demokratischen Republik Kongo. "Die Moskauer Prozesse" (2013) rekonstruierten stalinistische Säuberungen, während die "Hass-Trilogie" (2010–2012) Hassverbrechen durch Opferzeugnisse und öffentliche Debatten aufarbeitete. Die neue Produktion folgt seinem Markenstil, indem sie eine drängende politische Frage in ein lebendiges Spektakel verwandelt.
Das Thalia Theater präsentiert die Veranstaltung als künstlerisches Experiment und zugleich als zivilgesellschaftlichen Impuls. Durch die Einbindung von Juristen, Politikern und Aktivisten zielt der Prozess darauf ab, echte juristische Prozesse widerzuspiegeln und gleichzeitig die öffentliche Diskussion anzuregen. Die Festivalverantwortlichen betonen, dass das Ergebnis – wenn auch symbolisch – die breitere Debatte über Demokratie und Extremismus in Deutschland prägen könnte.
Der "Prozess gegen Deutschland" bildet den Höhepunkt der diesjährigen Lessing-Tage und verbindet Theater mit drängender politischer Untersuchung. Interessierte können die Verhandlungen vor Ort oder per Livestream des Thalia Theaters verfolgen. Die Veranstaltung unterstreicht die Rolle des Festivals, das mit performativen Mitteln reale Konflikte direkt aufgreift.
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