Telekom setzt 2025 auf Digitalisierung und Kundenservice – trotz Kostendruck und Kritik

Romuald Schweitzer
Romuald Schweitzer
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Nahaufnahme eines Glasfaserkabels mit blauen und weißen Lichtern vor schwarzem Hintergrund.Romuald Schweitzer

Telekom setzt 2025 auf Digitalisierung und Kundenservice – trotz Kostendruck und Kritik

Telekom skizziert strategische Prioritäten für 2025: Digitalausbau und Kundenservice im Fokus

Auf der jährlichen Finanzpressekonferenz hat die Telekom ihre strategischen Schwerpunkte für 2025 vorgestellt – mit besonderem Augenmerk auf den digitalen Ausbau und die Verbesserung des Kundenservice. Die Unternehmensführung betonte Fortschritte beim Glasfaserausbau, appbasierte Vertragsverlängerungen und die Bemühungen, die Betriebsabläufe angesichts steigender Kosten und geopolitischer Herausforderungen effizienter zu gestalten.

Die Gruppe, die weltweit rund 220.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon fast die Hälfte in Deutschland –, sieht sich jedoch auch mit Kritik konfrontiert, insbesondere wegen Verzögerungen bei Installationen und aggressiver Vertriebsmethoden.

Erweiterte Führungsriege auf der Pressekonferenz 2025 Im Vergleich zu den Vorjahren präsentierte sich das Führungsteam in diesem Jahr in größerer Runde. Neben Vorstandsvorsitzendem Timotheus Höttges nahmen auch Finanzvorstand Christian P. Illek, T-Systems-Chef Dr. Ferri Abolhassan, Europa-Vorständin Dominique Leroy und Telekom-Deutschland-Chef Rodrigo Diehl teil. Höttges kündigte Vertragsverlängerungen für Thorsten Langheim und Dr. Abolhassan an und dankte den Mitarbeitern für ihr Engagement in einem schwierigen Jahr.

Kosten- und Wettbewerbsdruck belasten das Unternehmen Steigende Energiekosten, Abgaben, Löhne und der Wettbewerbsdruck setzen die Telekom unter Druck. Hinzu kommen Störungen durch Satellitenausfälle, Stromblackouts, Sabotageakte und Währungsschwankungen. Höttges kritisierte die verschärften geopolitischen Spannungen und verwies darauf, dass sich immer weniger Akteure an etablierte Regeln hielten. Zudem bezeichnete er den Digital Networks Act (DNA) der EU als unnötige bürokratische Hürde.

Trotz Hindernissen: Fortschritte beim Glasfaserausbau Trotz dieser Herausforderungen verzeichnet die Telekom Erfolge beim Ausbau der Glasfasernetze. Rodrigo Diehl gab bekannt, dass 2025 fast 600.000 neue FTTH-Kunden (Fiber to the Home) hinzugekommen seien – bis 2027 strebt das Unternehmen eine Million an. Im Mittelpunkt stehen dabei Einfamilienhäuser in ländlichen Regionen sowie der Zugang zu Mehrfamilienhäusern. Dominique Leroy hob zudem ein Service-Umsatzwachstum von 3,9 Prozent in Europa hervor, wobei 1,1 Millionen Haushalte neu an das Glasfasernetz angeschlossen wurden.

Mobilfunk: Wachstum durch Markenvielfalt und Digitalisierung Im Mobilfunkbereich treibt vor allem die Marke Telekom das Wachstum in den Segmenten Geschäftskunden, Privatkunden und Prepaid – unterstützt durch die Tochtermarken congstar und fraenk. Um die Effizienz zu steigern, wird die Mein-Magenta-App zum zentralen Kundenservice-Portal ausgebaut. Ziel ist es, 70 Prozent der Vertragsverlängerungen über die App abzuwickeln. Mit der Initiative T-Style soll zudem die Unternehmenskultur modernisiert werden, indem Bürokratie abgebaut und die Zusammenarbeit gefördert wird.

Kritik von Verbraucherseite: Wartezeiten und Vertriebsmethoden Doch es gibt auch Kritik: Verbraucherschützer verweisen auf längere Wartezeiten bei Glasfaseranschlüssen und eine Zunahme unangekündigter Haustürbesuche durch Vertriebsmitarbeiter.

Fazit: Digitaler Wandel trotz Widerständen Die Telekom treibt ihre digitale Transformation voran – trotz Kostendruck und regulatorischer Hürden. Der Glasfaserausbau und digitale Serviceangebote bilden die Säulen der Wachstumsstrategie, während Kundenservice-Probleme weiterhin für Diskussionen sorgen. Mit 220.000 Mitarbeitern und einer starken Präsenz in Deutschland, Europa und den USA bleibt der Konzern in einem sich rasant wandelnden Markt gefordert.

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